Gewerbeparks und kleinteilige Light-Industrial-Immobilien entwickeln sich außergewöhnlich stark. Mit 212 Mio. € im ersten Quartal verzeichnen sie laut Savills ein Plus von 206 % gegenüber dem Vorjahr und heben sich damit klar von Big-Box-Logistikimmobilien ab. Es ist wichtig, nicht nur auf die aggregierten Zahlen im Logistik- und Industrieimmobilienmarkt zu schauen, sondern auch auf die einzelnen Nutzungsarten.
Parallel dazu bleibt der Vermietungsmarkt dynamisch. BNP Paribas Real Estate meldet für Q1 2026 einen Flächenumsatz von 1,5 Mio. m², ein Plus von 30 % für das gesamte Segment. Nutzer sichern sich Flächen, passen ihre Strukturen an, investieren in ihre Standorte. Die operative Nachfrage ist da.
Daraus entsteht eine für diese Phase prägende Konstellation. Ein stabiler, teils wachsender Nutzermarkt auf der einen Seite. Ein Investmentmarkt auf der anderen, der Kapital nicht breit verteilt, sondern gezielt in Produktformen lenkt, die diese Nachfrage direkt abbilden.
Gewerbeparks stehen exemplarisch dafür. Mehrere Mieter, unterschiedliche Flächengrößen, flexible Nutzungsmöglichkeiten und eine breitere Ertragsbasis treffen hier auf eine Nachfrage, die genau diese Eigenschaften benötigt.
Besonders im kleinteiligen Light Industrial zwischen 200 und 1.000 m² wird das sichtbar. Diese Flächen sind für viele Unternehmen operativ unverzichtbar. Produktion, Service, Werkstatt oder Ersatzteillogistik lassen sich nicht beliebig verlagern. Gleichzeitig fehlt es genau hier an Neubau, das Angebot bleibt knapp. Mit den Hanse Gewerbehöfen entsteht ein Produkt, das genau an dieser Stelle ansetzt.
Wenn Nachfrage auf ein begrenztes Angebot trifft und Kapital selektiv dorthin fließt, wo Nutzung am stabilsten ist, verschiebt sich das Gleichgewicht im Markt.
Für Investoren bedeutet das: weniger Fokus auf das Gesamtsegment, mehr auf die Qualität und Funktionsfähigkeit einzelner Produktstrukturen. Diversifizierte Cashflows, mehrere Mieter und anpassungsfähige Flächenkonzepte rücken in den Vordergrund.
Die Diskrepanz im Investmentmarkt ist damit kein Widerspruch. Sie ist Ausdruck einer Verschiebung innerhalb der Assetklasse und genau darin liegt die eigentliche Entwicklung dieser Marktphase.